Über die Funktionäre wurde gesprochen, was aber wäre ein Verein ohne Helfer? Wir hatten seit jeher das große Glück, immer hilfsbereite “Geister” gefunden zu haben. Es gibt in der Vereinsarbeit so viele Bereiche, die ein Außenstehender überhaupt nicht sieht, die aber doch erledigt sein wollen: Im Herbst die Loipe “ausschneiden”, damit dem Langläufer nicht die schneebeladenen Äste ins Gesicht schlagen; auf dem Sportplatz das Gras mähen; Startnummern und Dressen waschen; Einkäufe für die Verpflegung tätigen; Stromleitungen und Kabel verlegen; Transporte übernehmen – um nur einige zu nennen. Daneben gibt es die “offiziellen” Helfer wie Bergrettung oder Feuerwehr, die bei jeder Veranstaltung ohne großes Murren “herhalten”. Ihnen und allen nicht Genannten, denn sicher habe ich einige vergessen, sei an dieser Stelle ein aufrichtig gemeintes “Danke schön!” ausgesprochen – ohne euren guten Willen und selbstlosen Einsatz hätte unser Verein nie so erfolgreich sein können, wie er die fünf Jahrzehnte hindurch war!

Mitglieder

Aus den ersten 15 Jahren gibt es keine Mitgliederlisten, wohl aber Statistiken, festgehalten in den Jahresberichten. Der Kassier hat am Sonntag nach dem Amt die Leute auf dem Kirchplatz angesprochen; wer den Beitrag zahlte, war für das nächste Jahr Mitglied. Diese Praxis änderte sich erst mit Walter Bacher als “Finanzchef”. Nicht deswegen, sondern weil die Zeit dafür reif geworden ist, die Ansichten in der Bevölkerung sich geändert haben, Sport schön langsam “in” wurde, “explodierte” ab 1972 die Zahl der Mitglieder. Sehr gut zu sehen ist der erwähnte rasante Anstieg in den 1970-er Jahren; dann flacht die Kurve etwas ab, um 10 Jahre darauf erneut in die Höhe zu schnellen und 1996 den “Gipfel” zu erreichen. Seitdem schwanken die Zahlen, nehmen einmal zu, dann wieder ab, werden im Endeffekt aber immer geringer. Der Grund dafür ist, dass dem Verein einfach nicht mehr genügend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht, um alle Bereiche abdecken zu können. So kommen andere Anbieter in den Ort, beispielsweise der Kneipp – Bund mit seiner Gymnastik für Frauen, etwas, das wir früher “locker” selbst durchführen konnten. Unsere Funktionäre sind deswegen nicht eifersüchtig oder gar vergrämt, weil die Meinung vorherrscht: Besser es macht jemand anderer, als es geschieht gar nichts auf der Ebene des Sports! Außerdem – solange die Union Virgen rund ein Viertel der Einwohner zu ihren Mitgliedern zählen darf, hat sie keinen Anlass zum Jammern oder zum Selbstmitleid; welcher Verein in Osttirol kann denn noch auf einen solchen Prozentsatz verweisen? Ein weiteres Kriterium ist, dass eigentlich alle unsere örtlichen Veranstaltungen recht gute Teilnehmerzahlen aufweisen. Woanders fahren 50, 60 bei einer Vereinsmeisterschaft mit, bei uns sind es 100! Und wenn der eine oder andere  auch glaubt, oft wegen Nichtigkeiten nörgeln zu müssen – gefallen hat ihm das Rennen, wenn er ehrlich zu sich selbst ist, im Grunde genommen doch!