25 Jahre lang hatte die Union kein Büro, keine Schreibmaschine. Schriftführer konnte daher nur werden, wer über ein eigenes derartiges Gerät verfügte und die Arbeit daheim verrichtete. Besonders unangenehm war dieser Umstand immer nach einem Rennen – die Ergebnisliste sollte doch so bald wie möglich fertig sein, daher setzte man sich in ein Gasthaus, borgte sich vom Wirt eine Schreibmaschine aus und fing an zu tippen. Natürlich bildeten die Rennläufer sogleich einen Kreis um dieses “Büro” und belegten jede Zeile mit den entsprechenden Kommentaren.

Die Gesamtorganisation, also dass alles “im rechten Geleise” ist; Sitzungen, um einen reibungslosen Ablauf bei Veranstaltungen zu gewährleisten; Plakate drucken lassen; Schriftverkehr jeder Art mit Behörden und anderen Vereinen; Postwurfsendungen, Ausschreibungen verschicken; den Mitgliederstand evident halten; Beiträge kassieren; die Jahresabrechnung erstellen; Material ordnen, ausbessern oder neues beschaffen; an vielen Wochenenden im Jahr anwesend sein; das Training leiten; zu Rennen fahren; die “Homepage” im Internet betreuen und auf dem aktuellsten Stand halten (heute eine Notwendigkeit) – reicht die Aufzählung, oder soll sie fortgesetzt werden? Es ist eine zwangslose, nicht komplette Auswahl von Tätigkeiten, die den Funktionären ins Haus stehen; glaubt jemand wirklich, dass dies alles im “Handumdrehen” erledigt ist? Gottlob führen unsere Leute nicht darüber Buch, wie viel Zeit sie dem Verein, und damit der Dorfgemeinschaft, unentgeltlich geopfert haben bzw. opfern. Wie oft wurden in diesen 50 Jahren vom Privattelefon aus Gespräche für den Verein geführt,

ohne einen Groschen zu verrechnen, wie viele Kilometer mit dem Auto zurückgelegt? Ich weiß es nicht, aber bedenken sollte man auch das!

Ehrenmitglied: Siegfried HUPF (seit 1983)

Ehrenobmann: Franz HOLZER (seit 1992)